Ein Großprojekt ist heut abend fertig geworden: eine Gürteltasche ähnlich denen, die laut Birka II, Band 1 unter Typ 3A fällt. Taschen dieser Art findet man in Birka in insgesamt 8 Gräbern (93B, 154, 716, 731, 855, 904, 943, 956). Ihr Ursprung liegt bei steppennomadischen Reitervölkern, und wurde vermutlich durch Kontakt zu diesen in den skandinavischen Raum importiert.
Die folgende Tasche ist rekonstruiert nach einem Grabfund in Rösta, Jämtland (Quelle des Bildes: http://mis.historiska.se/mis/sok/bild.asp?uid=32492)
Die Tasche besteht aus dunklem, pflanzengegerbtem Rindsleder, mit gewachstem Leinengarn genäht, die Beschläge sind gekauft.
Sonntag, 27. Februar 2011
Sonntag, 13. Februar 2011
Thordis` (Hand-)Werke
Meine Sippenschwester Thordis war in letzter Zeit auch produktiv und hat fleissig gehandwerkelt. Herausgekommen sind ein Holzkamm als Fingerübung für zukünftige Geweihkämme (Thordis, das schreit nach einem Workshop) und ein Messer. Der Griff besteht aus Geweihstücken mit Holzeinlagen. Wunderschön, und liegt sehr gut in der Hand.
Mittwoch, 9. Februar 2011
Neues Hobby entdeckt
Der Jarl hat ein neues Hobby entdeckt: Löffel schnitzen. Gestern wurde der erste in ein paar Stunden gemacht. Für den ersten Löffel überhaupt und jemals ist er absolut super geworden. Man sieht es auf dem Foto schlecht, aber er hat einen leicht gekrümmten Stiel und eine asymmetrische Laffe. Jetzt werden fleissig Fundbücher gewälzt, und Obsthölzer organisiert, dann kann die Massenproduktion beginnen.
Ich mag noch meine Alltags-Wiki-Umhängetasche zeigen, die Nähte waren etwas schwach und wurden ausgebessert. Fällt unter die Kategorie pure Handarbeitslust und hat null A-Anspruch.
Ich mag noch meine Alltags-Wiki-Umhängetasche zeigen, die Nähte waren etwas schwach und wurden ausgebessert. Fällt unter die Kategorie pure Handarbeitslust und hat null A-Anspruch.
Sonntag, 30. Januar 2011
Banner-Rabe
Unsere Sippe Hrafns-Skari (Raben-Schar) heisst nicht umsonst so, unser Banner ziert auch ein Rabe. Noch ist das Banner nicht komplett fertig, es fehlen noch der übliche Schnick-Schnack wie evtl. Posament-Knötchen und Pferdehaare/-schweifhaare. Aber spätestens diese Saison muss das Banner stehen, nachdem wir letztes Jahr mit einem provisorischen Banner auf Lagern unterwegs waren.
Der Rabe ist mit schwarzem Leinengarn auf rotem Leinen beidseitig bestickt, und wartet nur darauf, losfliegen zu können *g*
Nachtrag: So sieht der Rabe auf unseren Sippenschildern aus
Zusätzlich ziert seit kurzem ein weiterer Rabe ein Sippenmitglied, gestochen nach einer Fundvorlage aus Gotland. Schön...
Der Rabe ist mit schwarzem Leinengarn auf rotem Leinen beidseitig bestickt, und wartet nur darauf, losfliegen zu können *g*
Nachtrag: So sieht der Rabe auf unseren Sippenschildern aus
Zusätzlich ziert seit kurzem ein weiterer Rabe ein Sippenmitglied, gestochen nach einer Fundvorlage aus Gotland. Schön...
Donnerstag, 27. Januar 2011
Noch mehr Tupperware.... äh... Birkenrindendosen
Ich bin diesen Winter wirklich zu fast nichts gekommen, aber zumindest hab ich noch ein paar Vorratsdosen aus Birkenrinde fertig gemacht. Momentan werden sie als Schmuckdosen mißbraucht, aber ab der neuen Saison sollten darin eigentlich Lebensmittel gelagert werden.
Mittwoch, 19. Januar 2011
Lagerbestandteile
Seltsamerweise sieht man auf Lagern unglaublich viele authentische Klamotten, Waffen oder Schmuck, aber an der Lagerausstattung wie Licht und Lagerküche haperts oft. Lagerausstattung scheint oft nur einen praktischen Aspekt haben zu müssen, sollte wenig bis gar nichts kosten und recherchiert wird hierfür auch eher kaum. Dabei gibt es viele Funde aus dem Haushaltsbereich, die einiges hermachen, und für die es sich lohnt, etwas Arbeit reinzustecken. Gute Inspirationsquelle dafür sind die Holzfunde von Haithabu.
2 verschiedene Holzbrettchen, Eiche, mit Leinöl behandelt. Maße und Material stimmen mit Angaben in den Holzfunden überein. Das untere wird vermutlich nochmal abgeschliffen werden müssen, zeigt noch Spuren der Schreinerei.
"Tupperdosen" für Wikinger *g*, mit gewachstem Leinengarn genäht, Holzdeckel und Boden aus Buche. Eine Interpretation, da komplette Dosen nicht gefunden wurden.
Vorratskorb aus ungeschälter, unbehandelter Weide. Auch das eine Interpretation, in den Holzfunden wurde keine/kaum relevante Reste von geflochtenen Körben gefunden, lediglich runde Holzscheiben mit Löchern wurde als Korbböden gedeutet. Somit sah ein Korb bei den Wikis vielleicht nicht unbedingt so aus, aber es gibt starke Hinweise darauf, dass es das Korbflechten als Handwerkskunst gab.
Specksteinlampe mit Rindertalg, Form orientiert sich an zahlreichen Funden wie etwa aus Skandinavien oder Jarlshof in Großbritannien. Sollte jemand ein Bild der Specksteinlampe aus Lund/Trondheim haben, wäre ich für ein Bild äußerst dankbar.
2 verschiedene Holzbrettchen, Eiche, mit Leinöl behandelt. Maße und Material stimmen mit Angaben in den Holzfunden überein. Das untere wird vermutlich nochmal abgeschliffen werden müssen, zeigt noch Spuren der Schreinerei.
"Tupperdosen" für Wikinger *g*, mit gewachstem Leinengarn genäht, Holzdeckel und Boden aus Buche. Eine Interpretation, da komplette Dosen nicht gefunden wurden.
Vorratskorb aus ungeschälter, unbehandelter Weide. Auch das eine Interpretation, in den Holzfunden wurde keine/kaum relevante Reste von geflochtenen Körben gefunden, lediglich runde Holzscheiben mit Löchern wurde als Korbböden gedeutet. Somit sah ein Korb bei den Wikis vielleicht nicht unbedingt so aus, aber es gibt starke Hinweise darauf, dass es das Korbflechten als Handwerkskunst gab.
Specksteinlampe mit Rindertalg, Form orientiert sich an zahlreichen Funden wie etwa aus Skandinavien oder Jarlshof in Großbritannien. Sollte jemand ein Bild der Specksteinlampe aus Lund/Trondheim haben, wäre ich für ein Bild äußerst dankbar.
Dienstag, 18. Januar 2011
Wikinger-Handwerksblog: Los geht´s!
Handwerk und Handarbeiten durchzuführen bedeutet, einen Bereich wiederzuentdecken,
der ganz elementar mit Menschsein und Kultur verbunden ist. In Bezug auf
Reenactment gehört Handwerk grundlegend zur frühmittelalterlichen Kulturdarstellung.
Aufbauend auf archäologischem Fundgut versuchen meine Wikinger-Sippe Hrafns-Skari und ich plausible Rekonstruktionen verschiedenster Stücke zu machen. Davon soll es vor allem in diesem Blog gehen.
Manchmal überwiegt jedoch auch die pure Lust am Handwerken und -arbeiten, und ich/wir orientieren uns nur ganz grob am Grabungsgut. Dennoch weiss ich für mich und für neugierige Fragesteller immer, dass es in meiner Darstellung und Ausrüstung Dinge gibt, die man so nicht gefunden hat, und die vielleicht auch etwas fragwürdig sind, aber das wird dann auch genau so an den Besucher weitergegeben und kommuniziert.
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