Kurz und knapp: Alrik hat 2 neue Löffel gemacht, vorwiegend als Beschäftigung auf Lagern. Es hat sich als ideales Handwerk herausgestellt, da nur wenige Werkzeuge gebraucht werden, und das Ganze einen meditativen Charakter hat :-)
viking handcraft
Mittwoch, 15. Mai 2013
Alriks Löffel
Kurz und knapp: Alrik hat 2 neue Löffel gemacht, vorwiegend als Beschäftigung auf Lagern. Es hat sich als ideales Handwerk herausgestellt, da nur wenige Werkzeuge gebraucht werden, und das Ganze einen meditativen Charakter hat :-)
Mittwoch, 24. April 2013
Nowgoroder Ledertasche
Ich bin vor kurzem über diesen Fund einer Ledertasche aus Nowgorod gestoßen, und habe mich spontan verliebt:
Im Netz gab es darüber natürlich kaum Informationen. Es war wohl der Deckel/die Klappe einer Ledertasche, aber weder der Fundzusammenhang (wo gefunden, welchem Geschlecht kann sie zugeordnet werden) noch das Alter war auf die Schnelle herauszufinden. Auch die Größe war durch mangelnden Maßstab eher Spekulation. Trotzdem wollte ich diese Tasche unbedingt nachbauen, da mir die Ornamentik und Machart einfach unheimlich zusagte. Langfristig werde ich also um die Recherche diesbezüglich nicht herumkommen. Aber irgendwie passt das auch wieder in die sich bislang als schwierig erweisende Slawen-Recherche ;-)
Hier meine sehr freie Interpretation:
Im Netz gab es darüber natürlich kaum Informationen. Es war wohl der Deckel/die Klappe einer Ledertasche, aber weder der Fundzusammenhang (wo gefunden, welchem Geschlecht kann sie zugeordnet werden) noch das Alter war auf die Schnelle herauszufinden. Auch die Größe war durch mangelnden Maßstab eher Spekulation. Trotzdem wollte ich diese Tasche unbedingt nachbauen, da mir die Ornamentik und Machart einfach unheimlich zusagte. Langfristig werde ich also um die Recherche diesbezüglich nicht herumkommen. Aber irgendwie passt das auch wieder in die sich bislang als schwierig erweisende Slawen-Recherche ;-)
Hier meine sehr freie Interpretation:
Mittwoch, 3. April 2013
Ostern im Freilichtmuseum Groß Raden
Alrik und ich waren Ostern gemeinsam mit unseren Freunden von der Rungholts Sippe im archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden, um dort ein wenig Handwerk und Kampf vorzuführen.
Es war ein wirklich unglaublich kaltes WE, nachts hatten wir teilweise -10°C, der Boden war steinhart. Tagsüber war von Schneegestöber, über Wolken bis hin zu wunderschöner Sonne am letzten Tag alles dabei. Aufgrund der geringen Temperaturen war Handwerk kaum möglich; die Finger froren fast ab. Wir haben dann eher gekocht und nett ausgesehen und bei Bedarf den Touris das ein oder andere erzählt.
Samstag abend gab es eine gemeinsame Tafel im Tempel, zu der jeder etwas beigesteurt hat, das sich jedoch aufgrund der Temperaturen relativ schnell aufgelöst hat. Umso schöner dann der Sonntag abend mit einem großen Osterfeuer! Sehr atmosphärisch.
Es war ein wirklich unglaublich kaltes WE, nachts hatten wir teilweise -10°C, der Boden war steinhart. Tagsüber war von Schneegestöber, über Wolken bis hin zu wunderschöner Sonne am letzten Tag alles dabei. Aufgrund der geringen Temperaturen war Handwerk kaum möglich; die Finger froren fast ab. Wir haben dann eher gekocht und nett ausgesehen und bei Bedarf den Touris das ein oder andere erzählt.
Samstag abend gab es eine gemeinsame Tafel im Tempel, zu der jeder etwas beigesteurt hat, das sich jedoch aufgrund der Temperaturen relativ schnell aufgelöst hat. Umso schöner dann der Sonntag abend mit einem großen Osterfeuer! Sehr atmosphärisch.
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| Eingang Burgwall |
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| Eingang Freilichtmuseum |
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| Tempel von Groß Raden |
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| nochmals Eingang Burgwall Brücke vom Burgwall zum Dorf |
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| Aussicht vom Tempel auf Burgwall |
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| Aussicht von Burgwall auf Dorf |
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| Alrik in Aktion beim Mollenhauen |
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| Figürchen im Museum |
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| mein kleiner Schautisch mit Birkenrindenprodukten |
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| Osterfeuer |
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| slawische Ringe im Museum |
Dienstag, 26. März 2013
Grundlegende Fragen
Mich würde heute mal eure Meinung interessieren: wie genau nehmt ihr eure Darstellung?
Was ich fragen will ist folgendes: was sind eure Grundüberlegungen bei der Rekonstruktion? Beschränkt ihr euch auf die Rekonstruktion genau eines Grabes, oder mischt ihr? Achtet ihr dabei auf möglichst exakte Reproduktionen oder wollt ihr eher einen Grundüberblick geben? Wenn gewisse Funde fehlen, greift ihr dann auf andere Fundorte oder gar andere Völker zurück?
Beispiel: ich habe mich auf Birka festgelegt. Soweit, sogut. Ich habe Schmuckzubehör, das in Birka gefunden wurde (Schalenfibeln, Kleeblattfibeln, Gleicharmfibeln, Nadeldosen usw.). Der Schmuck ist jedoch aus verschiedenen Frauengräbern, ich rekonstruiere also kein spezielles Grab. Die Gefahr dabei ist, dass ich Schmuckzusammensetzungen trage, bei der mich eine Bewohnerin Birkas vielleicht ausgelacht hätte, weil z.B. meine Ovalfibeln schon seit mehreren Jahrzehnten aus der Mode ist (oder sowas nur die Oma meiner fiktiven Birka-Bewohnerin getragen hätte), oder weil die Nadeldose überhaupt nicht zu der Gleicharmfibel passt.
Okay. Dann Stoffe und ihre Webarten sowie Färbungen. Ich verwende Woll- und Leinenstoffe in den Bindungen Köper (vorwiegend 2/2), Diamant/Rautenköper, Fischgrat und Tuchbindung. Soweit alles gängige Wollbindungen. Aber gab es vielleicht Standards für gewisse Kleidungsstücke? So wie bei uns heute eine Jeans eher nicht in Fischgrat zu finden ist, sondern ein Köper ist. Wurden vielleicht für Trägerröcke oder Tuniken bestimmten Webarten bevorzugt (weil gewisse Bindungen auch gewisse Funktionalitäten und Vorteile mit sich bringen, Beispiel Wadenwickel)?
Wie sieht es mit Färbungen aus? Es gibt einige belegte Färberpflanzen sowie Färbungen, aber kann man diese wahllos für Kleidungsstücke verwenden? Waren Farben vielleicht auch Statussymbole, oder für gewissen Personen/Stände vorbehalten (siehe Farben im Hochmittelalter)? Und darf ich belegte Färbungen, die in Haithabu gefunden wurden, auch in Birka verwenden (im Hinterkopf: Handel)?
Was ist gar mit Kleidungsstücken aus vermeintlich anderen Kulturkreisen, wie etwa die allseits beliebte und auch von mir genutzte Skjoldehamn-Gugel? Wie handhabt ihr das?
Was ist mit Handwerken? Naalbinding z.B. ist ein nachgewiesenes Handwerk. Aber ist es okay, eine nadelgebundene Mütze zu tragen, wo doch kaum mehr als eine nadelgebundene Socke gefunden wurde?
Wie man sieht, könnte man diese Liste endlos fortführen.
Ich versuche für mich einen vertretbaren Mittelweg zu finden. Ich bin nunmal ein Mensch des 21. Jhds. mit einem 40h Job, einer Beziehung, einem Haushalt, weiteren Hobbies und Haustieren. Ich würde gerne meine Stoffe am Gewichtswebstuhl weben, die Wolle mit der Handspindel verspinnen - ach, am besten die dazu notwendigen Schafe halten. Da dies aber nicht möglich ist, versuche ich, Wollstoffe zu verwenden, die möglichst nah an den Funden sind, und sie mit für die skandinavische Eisenzeit belegten Färberdrogen zu färben.
Wenn Funde für Birka fehlen, dann sehe ich mir zeit- und "kulturgleiche" Fundstätten an (Haithabu, Ribe usw.), und "borge" mir dort das eine oder andere (Schuhe, Haithabu-Tasche). Aber: hier besteht natürlich wieder die Gefahr einer Verzerrung. Ich kann mir nicht sicher sein, ob - um beim Beispiel der Haithabu-Tasche zu bleiben - diese nicht von einem Slawen, Ottonen oder sonstwem verwendet wurde.
Ich denke, ihr versteht das Prinzip. Wie macht ihr das? Würde mich sehr interessieren :-)
Was ich fragen will ist folgendes: was sind eure Grundüberlegungen bei der Rekonstruktion? Beschränkt ihr euch auf die Rekonstruktion genau eines Grabes, oder mischt ihr? Achtet ihr dabei auf möglichst exakte Reproduktionen oder wollt ihr eher einen Grundüberblick geben? Wenn gewisse Funde fehlen, greift ihr dann auf andere Fundorte oder gar andere Völker zurück?
Beispiel: ich habe mich auf Birka festgelegt. Soweit, sogut. Ich habe Schmuckzubehör, das in Birka gefunden wurde (Schalenfibeln, Kleeblattfibeln, Gleicharmfibeln, Nadeldosen usw.). Der Schmuck ist jedoch aus verschiedenen Frauengräbern, ich rekonstruiere also kein spezielles Grab. Die Gefahr dabei ist, dass ich Schmuckzusammensetzungen trage, bei der mich eine Bewohnerin Birkas vielleicht ausgelacht hätte, weil z.B. meine Ovalfibeln schon seit mehreren Jahrzehnten aus der Mode ist (oder sowas nur die Oma meiner fiktiven Birka-Bewohnerin getragen hätte), oder weil die Nadeldose überhaupt nicht zu der Gleicharmfibel passt.
Okay. Dann Stoffe und ihre Webarten sowie Färbungen. Ich verwende Woll- und Leinenstoffe in den Bindungen Köper (vorwiegend 2/2), Diamant/Rautenköper, Fischgrat und Tuchbindung. Soweit alles gängige Wollbindungen. Aber gab es vielleicht Standards für gewisse Kleidungsstücke? So wie bei uns heute eine Jeans eher nicht in Fischgrat zu finden ist, sondern ein Köper ist. Wurden vielleicht für Trägerröcke oder Tuniken bestimmten Webarten bevorzugt (weil gewisse Bindungen auch gewisse Funktionalitäten und Vorteile mit sich bringen, Beispiel Wadenwickel)?
Wie sieht es mit Färbungen aus? Es gibt einige belegte Färberpflanzen sowie Färbungen, aber kann man diese wahllos für Kleidungsstücke verwenden? Waren Farben vielleicht auch Statussymbole, oder für gewissen Personen/Stände vorbehalten (siehe Farben im Hochmittelalter)? Und darf ich belegte Färbungen, die in Haithabu gefunden wurden, auch in Birka verwenden (im Hinterkopf: Handel)?
Was ist gar mit Kleidungsstücken aus vermeintlich anderen Kulturkreisen, wie etwa die allseits beliebte und auch von mir genutzte Skjoldehamn-Gugel? Wie handhabt ihr das?
Was ist mit Handwerken? Naalbinding z.B. ist ein nachgewiesenes Handwerk. Aber ist es okay, eine nadelgebundene Mütze zu tragen, wo doch kaum mehr als eine nadelgebundene Socke gefunden wurde?
Wie man sieht, könnte man diese Liste endlos fortführen.
Ich versuche für mich einen vertretbaren Mittelweg zu finden. Ich bin nunmal ein Mensch des 21. Jhds. mit einem 40h Job, einer Beziehung, einem Haushalt, weiteren Hobbies und Haustieren. Ich würde gerne meine Stoffe am Gewichtswebstuhl weben, die Wolle mit der Handspindel verspinnen - ach, am besten die dazu notwendigen Schafe halten. Da dies aber nicht möglich ist, versuche ich, Wollstoffe zu verwenden, die möglichst nah an den Funden sind, und sie mit für die skandinavische Eisenzeit belegten Färberdrogen zu färben.
Wenn Funde für Birka fehlen, dann sehe ich mir zeit- und "kulturgleiche" Fundstätten an (Haithabu, Ribe usw.), und "borge" mir dort das eine oder andere (Schuhe, Haithabu-Tasche). Aber: hier besteht natürlich wieder die Gefahr einer Verzerrung. Ich kann mir nicht sicher sein, ob - um beim Beispiel der Haithabu-Tasche zu bleiben - diese nicht von einem Slawen, Ottonen oder sonstwem verwendet wurde.
Ich denke, ihr versteht das Prinzip. Wie macht ihr das? Würde mich sehr interessieren :-)
Mittwoch, 20. März 2013
Blogroll
Nachdem ich jetzt schon Jahre ohne Blogroll herumposte, dachte ich, es wird endlich Zeit, das zu ändern. Letztendlich grase ich doch in mehr oder weniger regelmässigen Abständen ganz bestimmte Blogs ab, und möchte sie auch gerne teilen.
Verlinkt sind hauptsächlich Werkel- und Reenactmentblogs, und ich habe sicher den einen oder anderen vergessen :-/
Verlinkt sind hauptsächlich Werkel- und Reenactmentblogs, und ich habe sicher den einen oder anderen vergessen :-/
Sonntag, 10. März 2013
Pimp my panova
Ich habe beschlossen, meine eher schmucklose Panova ein wenig zu tunen. Die Recherche bezüglich Panova hatte sich in der Vergangenheit ja schon als eher schwierig gestaltet. Auch die Fragestellung, ob eine Panova bestickt war oder nicht, wird wohl eher unbeantwortet bleiben. Meine slawische Darstellung tendiert also eher in Richtung Gromi, aber ich habe zumindest versucht, slawische Muster zu verwenden.
Gestickt mit krappgefärbten Seidengarn. Einen neuen walnussgefärbten Gürtel in Tuchbindungs gabs noch extra.
Gestickt mit krappgefärbten Seidengarn. Einen neuen walnussgefärbten Gürtel in Tuchbindungs gabs noch extra.
Sonntag, 3. März 2013
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